Trotz Insolvenzantrag: Geschäftsbetrieb des Autohauses Hunold läuft uneingeschränkt weiter

Olpe, 16. Januar 2026. Das Autohaus Hunold in Olpe bleibt auch nach seinem Insolvenzantrag geöffnet. Der vorläufige Insolvenzverwalter Peer Jung von der Insolvenzrechtskanzlei HENNINGSMEIER Rechtsanwälte führt den Betrieb gemeinsam mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Christian Hunold fort und prüft die Sanierungsoptionen. Geplant ist, das Traditionsunternehmen zu sanieren.

„Das Tagesgeschäft von Autohaus und Werkstatt läuft ganz normal weiter“, betonte Jung. „Kunden können weiterhin Fahrzeuge besichtigen und kaufen, Reparaturtermine wahrnehmen oder ihren Gebrauchtwagen verkaufen. Auch bereits bestellte Fahrzeuge werden wie geplant ausgeliefert.“ Heute hat Jung die Mitarbeiter des Autohauses vor Ort über die Situation und die nächsten Schritte informiert. Die Löhne und Gehälter der 17 Mitarbeiter und 7 Azubis sind bis Ende März über das Insolvenzgeld gesichert und werden weiter bezahlt.

 

Das familiengeführte Autohaus Hunold in Olpe verkauft Neuwagen der Marken Kia und Suzuki und betreibt eine Meisterwerkstatt für alle Automarken. Daneben kauft und verkauft das seit 1982 in Olpe ansässige Autohaus auch Gebrauchtwagen. „Das Autohaus Hunold ist ein gut geführtes Unternehmen mit einem breiten Serviceangebot und einem gut ausgelasteten Werkstattbetrieb“, so der vorläufige Insolvenzverwalter. „Das sind grundsätzlich gute Voraussetzungen für eine Sanierung.“

 

Derzeit verschafft sich der vorläufige Insolvenzverwalter einen Überblick über die wirtschaftliche Lage. Parallel dazu hat Jung Gespräche mit den langjährigen Vertragspartnern sowie mit Banken und Gläubigern des Unternehmens aufgenommen. Dabei gibt es bereits erste positive Signale: So hat der Autohersteller Kia bereits sein Interesse an einer Fortsetzung der Zusammenarbeit signalisiert. Welche Optionen es für eine Sanierung gibt und wie die Aussichten dafür sind, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

 

Wie viele Autohändler leidet auch das Autohaus Hunold derzeit unter dem stagnierenden Neuwagengeschäft in Deutschland. Insbesondere der Absatz von Elektroautos ist nach Wegfall der staatlichen Förderung Ende 2023 stark eingebrochen. Aktuell plant die Bundesregierung jedoch die Förderung wieder einzuführen. „Hinzu kommt, dass einige große Arbeitgeber im Umkreis aktuell Kurzarbeit machen“, erläuterte Hunold. „Das trägt gerade hier in der Region ebenfalls zu einer gewissen Kaufzurückhaltung bei.“

 

 

Über HENNINGSMEIER Rechtsanwälte

 

Die Sozietät Henningsmeier ist seit mehr als 30 Jahren auf die Sanierung von Unternehmen spezialisiert und gehört zu den ältesten deutschen Insolvenzverwalterkanzleien. Durch die ausschließliche Spezialisierung auf die insolvenznahe Beratung und Verwaltung mittelständischer Unternehmen verfügt die Sozietät über besondere Expertise für den Erhalt von Betrieben und die Vermeidung von Haftungsrisiken für Unternehmer. Dazu zählt eine langjährige Erfahrung bei der Sanierung von Unternehmen über Insolvenzplanverfahren und in der Eigenverwaltung. Die Sozietät Henningsmeier ist in der Beratung bundesweit tätig. Die Insolvenzverwalter der Kanzlei werden an zwölf Gerichten um Hamburg, Berlin und Köln bestellt.

 

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Pressekontakt:

Sebastian Glaser

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